333er Gold

333er ist die Bezeichnung für Goldlegierungen mit einem Massefeingehalt von 333 Teilen von 1000. Sie entspricht 8 Karat Gold. Es ist in Deutschland der Mindestgoldanteil der in einem Schmuckstück enthalten sein darf, um noch als „Goldschmuck“ bezeichnet werden zu dürfen.

 

Der Feingehalt gibt den Anteil von reinem Gold in einer Metallverbindung bezogen auf seine Masse, also sein Gewicht. Da Gold sehr schwer ist im Vergleich zu anderen Legierungsmetallen ist der Mengenmäßige Anteil bezogen auf die Atome jedoch geringer als der Feingehalt. 333 Gold (8kt) hat einen Gewichtsanteil von 33,3% reinem Gold, jedoch einen Atomanteil von lediglich 18% reinem Gold.

 

Dies hat entscheidende Auswirkungen auf die Materialeigenschaften. Gold ist ein Edelmetall und kann in Verbindung mit anderen Metallen auch diese vor Oxidation und Sulfidation schützen, solange es ein 1:1 Verhältnis der Metallatome gibt. Bei 333er Gold kommen auf ein Goldatom mehr als vier Atome anderer Metalle.D. h. die physikalischen und chemischen Eigenschaften, die für Gold gelten, können sich in der 333 Legierung nur ganz bedingt zeigen. 333 Gold kann daher relativ schnell anlaufen und sich verfärben, es oxidiert. Durch im Hautschweiß enthaltene Salze kann es brüchig werden, korrodieren und verschleißen.

 

Das entscheidende Argument für 333er Schmuck ist der günstige Preis. Gerade bei jungen Erwachsenen ist diese preisgünstige Legierung beliebt, wenn es Gold sein soll, aber nicht viel kosten darf. 333 Gelbgold ist z. B. bei Verlobungsringen eine beliebte Legierung.

 

In der Schweiz müssen 333er-Legierungen mit acht Karat die Bezeichnung „goldhaltiges Metall“ oder „Imitat“ tragen und dürfen nicht als Goldschmuck bezeichnet werden. In Frankreich gibt es 333/ooo Legierungen nur als günstigen Modeschmuck und kaum im Schmuckhandel. Eine EU-Richtlinie sieht vor für die Regelungen dafür was im Handel als „Gold“ bezeichnet werden darf zu vereinheitlichen.

 

375er Legierungen also 9-Karat Gold sind heute bereits sehr geläufige Legierungen in Gelbgold, Roségold und in Weißgold.

585er Gold

585er Gold bezeichnet Gold mit einem Anteil von mindestens 58,5% Feingold. Sie entspricht 14 Karat im in dem angelsächsischen Raum üblichen Karatsystem. Diese Legierung wird gerne für höherwertigen Echtschmuck mit wertvollen natürlichen Edelsteinen verwendet. Reines Gold 24 kt bzw. 999/1000 ist relativ weich und Feingoldschmuck würde sich beim täglichen Tragen rasch verformen oder verkratzen.

 

Legierungen, also Verbindungen von mehreren Metallen, sind von den Materialeigenschaften für hochwertigen Schmuck besser geeignet. Die genaue Zusammensetzung der Legierung kann unterschiedlich sein. In der Regel enthält sie zusätzlich zum Goldgehalt noch Anteile von Silber und Kupfer. 14 Karatlegierungen mit reinem Silber verändern den Farbton des Goldes ins grüngelbe. Es gibt sogar Patente auf Legierungen mit bestimmten Materialeigenschaften und Farbtönen.

 

Sogni d´oro verwendet für Anhänger, Ohrschmuck, Ringe und Ketten Legierungen mit 585 Feingehalt. Die Legierungen haben mindestens 585 Anteile Feingold. Je nachdem, welcher Farbton erzielt werden soll variieren die Anteile von Silber und Kupfer. Bei Roségold ist der Kupferanteil deutlich höher als bei Weißgold. Bei Weißgold wird zusätzlich zum Silber noch das Edelmetall Palladium als farbgebende Substanz hinzugegeben. Hochkarätige Weißgoldlegierungen sind korrosionsbeständiger als reines Silber oder Sterlingsilber.

 

Palladium-Gold-Legierungen sind teurer als Nickel-Legierungen. Nickel ist einer der häufigsten Auslöser von Kontaktallergien und seine Freisetzung aus Nickelweißgold ist in Europa gesetzlich geregelt.

 

In der Natur kommt Gold nur in Verbindungen, also Legierungen, mit Silber und Kupfer Anteilen vor. Die genaue Zusammensetzung ist dabei charakteristisch für die Vorkommen an einem Ort.

 

Berggold wird an den primären, also den ursprünglichen Lagerstätten mit schwerem Gerät abgebaut. Dies wird bei Konzentrationen von 1 – 13,7 Gramm pro Tonne Gestein wirtschaftlich lohnend betrieben. Vorkommen, wie 2007 bei Stockholm entdeckt, mit einem Goldanteil von 23,3 g pro kg Rohgestein sind Sensationen.

 

Von Wasch- oder Seifengold spricht man bei Fundstätten in Flusssanden oder Gerölablagerungen, Goldseifen genannt. Das umgebende Gestein wurde durch Verwitterungsprozesse von, Wind, Eis und Regen in langen Zeiträumen ausgewaschen. Der Silberanteil ist hier geringer als bei Berggold. In fast allen Flüssen Europas kann man kleine Körnchen oder Flitter finden, große Goldnuggets sind selten. Der Hoch- und Oberrhein ist beispielsweise bekannt für verschiedene Fundstätten.

925er Silber

925er Silber wird auch als Sterling Silber, Feinsilber und Vorsilber bezeichnet. Es ist eine Legierung, deren Massenzusammensetzung aus 92,5% Silber und 7,5% anderen Metallen, üblicherweise Kupfer, besteht.

 

Der Feingehaltsanteil von mindestens 925 von 1000 Teilen Silber ist eine historisch wichtige Referenzmarke, die heute vor allen Dingen bei Silberschmuck verwendet wird.

 

925er Silber wurde auch zur Herstellung von Münzen verwendet, einschließlich jener des britischen Empire bis 1919 und von Candarin in China. Das britische Pfund Sterling hat seinen Namen von Sterling Silber.

 

Die Schmelztemperatur ist niedriger als bei reinem Silber und reinem Kupfer. 925er Silber schmilzt bei 893 Grad Celsius.Die Festigkeit des Silbers wird durch die Legierung erhöht. Neben Kupfer können auch Germanium, Zink, Platin, Silizium oder Bor zugesetzt werden, um dem Endprodukt bestimmte Materialeigenschaften zu geben.

 

Die mit dieser Silberlegierung hergestellten Objekte sind meist mit dem Stempel „925“ markiert, der den in der Legierung vorhandenen Silberanteil angibt. Diese Stempel geben aber keine Garantie auf den Silberanteil, es sei denn, sie werden vom Hersteller mit einem Identifizierungsstempel versehen.

 

Jedes Land hat seine eigenen Markierungsvorschriften.Zum Beispiel eine Briefmarke mit der Nummer 925 (925s) und Markierungen, die das Produktionsjahr und die Produktion angeben.Die großen britischen Silberschmiede verwenden einen Löwen als Zeichen der Qualität und anderer Symbole für das Wirtschaftsjahr und den Wirtschaftsstandort. In Deutschland muss nicht punziert werden, wenn eine Stempelung erfolgt so muss der Feingehalt (925) in Anteilen von 1000 angegeben werden.

 

Die Stempelangabe R 925 mit dem in einem Rechteck eingeschlossenen R kennzeichnet einen Gegenstand aus unedlen Metallen (typischerweise Kupfer und seine Legierungen), der mit einer sehr dünnen Silberplatte 925/000 oder einer elektrolytischen Beschichtung aus Silber 1000/000 beschichtet ist. Solche Objekte werden in Italien leider manchmal im Handel als „Silber“ bezeichnet, wobei die korrekte Bezeichnung „versilbert“ ist. Da die Dicke und damit das Gewicht des verwendeten Silbers schwer einzuschätzen ist, tragen diese Gegenstände bei neueren Produktionen häufig eine Zahl, die näherungsweise das verwendete Feinsilber in Gramm angibt.

 

Vermeil

Vermeil ist 925er Silber, das mit einer dünnen Goldschicht überzogen ist.Während die Standardgoldbeschichtung etwa 2 Millionstel Zoll Gold ist, ist eine Vermeil-Beschichtung 50-mal so dick oder 100 Millionstel Zoll über einer 925 Silberlegierung.Dadurch ist sie die beständigere Vergoldung.

999er Gold

999er Gold ist eine übliche Handelsbezeichnung für reines Gold.

 

Die Bezeichnung entstammt dem System der millesimalen Feinheit, und beschreibt einen Goldanteil von 999 bei insgesamt 1000 Teilen. Dies entspricht einer Reinheit von 99,9%. Gold mit diesem oder höherem Goldanteil wird auch Feingold genannt.

999er Gold entspricht 24 Karat (24 kt oder 24 C) im Karatsystem. Im Europäischen Raum sind solch hohe Feingehalte im Schmuckbereich unüblich. Wegen der Weichheit und Verformbarkeit des reinen Goldes, werden im Schmuckbereich meist Legierungen verwendet, die Alltagstauglicher sind. Gebräuchliche Legierungen sind hier 750er, 585er und 375er Gold. Dabei wird der Goldanteil der Legierung in zunehmendem Maße durch andere Metalle wie Silber oder Kupfer ersetzt.

 

Bei Münzen und Goldbarren zum Zweck der Geldanlage sind höhere  und höchste Reinheitsgrade jedoch gerade gewünscht.Eine Reinheit von 100% bzw 1000/1000 Gold ist dabei aber praktisch nicht möglich. Die vier reinsten gehandelten Legierungen für Münzen sind:

 

  • 999 – sechs Neunen fein: das reinste Gold, das jemals produziert wurde. Verfeinert von der Perth Mint im Jahr 1957.
  • 999,99 – fünf Neunen fein: die reinste Art von Gold, die derzeit produziert wird; Die Royal Canadian Mint stellt regelmäßig Gedenkmünzen in dieser Feinheit her, darunter die weltweit größte Goldmünze mit 100 kg.
  • 999,9 – vier Neunen fein: z.B. gewöhnliche kanadische Goldahornblatt- und amerikanische Büffelmünzen
  • 999 – 24 Karat, gelegentlich auch als Drei-Neuner-Fein bekannt: z. B. chinesische Gold-Panda-Münzen

 

Weiter für Münzen und Barren gebräuchliche Legierungen sind:

  • 995 – das in Good Delivery-Goldbarren zulässige Minimum
  • 990 – zwei Neuner fein
  • 986 – Dukatenfeinheit: früher von Münzstätten des venezianischen und des Heiligen Römischen Reiches verwendet; In Österreich und Ungarn noch im Einsatz
  • 958,3 – 23 karat
  • 916 – 22 Karat: der historisch am weitesten verbreitete Feingehalt für Goldbarrenmünzen; wird derzeit für britische Staaten, südafrikanische Krügerrands und amerikanische Goldadler verwendet.
  • 900 – Ein-Neuner-Fein: meistens in der Auflage der lateinischen Währungsunion verwendet (z. B. französische und Schweizer „Napoleon-Münze“ 20 Franken)

 

Achat

Unter Achat fasst man zahlreiche Sorten von gebändertem Chalcedon zusammen. Er kommt in allen Farben vor. Es ist ein Mineral der Familie der Quarze. Achat besteht aus kryptokristallinem Siliciumdioxid. Er bildet sich in Hohlräumen von vulkanischem oder Sedimentgestein. Durch langsames erstarren und austrocknen (rhythmische Kristallisation) lagern sich mehrere Quarzschichten übereinander. Es bilden sich mehrfarbige Schichten und Muster. Gewöhnlich ist er in Schichten oder Streifen gebändert. Einige Sorten haben auch „Augen“-Muster oder Farbflecken.

Name

Achat erhielt seinen Namen von Theophrastos, einem griechischen Philosophen und Naturforscher, der den Stein zwischen dem 4. und 3. Jahrhundert v. Chr. am Ufer des Flusses Achates (heute Dirillo) auf Sizilien entdeckte.

 

Die konzentrischen Bänder des Achats werden auch als Erdregenbogen bezeichnet.

 

Farbe

Auffällig beim Achat ist seine schöne, streifige Zeichnung aufgrund der rhythmischen Kristallisation.Er ist in nahezu allen Farben der Erde erhältlich, einschließlich einer farblosen Form.

 

Herkunft / Vorkommen / Marktwert

Bunte Achate und andere Chalzedone wurden vor über 3.000 Jahren aus dem „Achates“-Fluss in Sizilien gewonnen. Der Fluss heißt heute Dirillo.

 

Es gibt Achatvorkommen in vielen Ländern der Welt. Auch in Deutschland kann man Achat in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Saarland, Sachsen und Thüringenfinden.

Die bedeutendsten Achat-Lagerstätten waren in Rheinland-Pfalz, bei Idar-Oberstein. Sie wurden bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts soweit abgebaut, dass ein kommerzieller Abbau heute nicht mehr lohnend ist. Hier fand man Knollen bis zur Größe eines Kopfes, mit lebendigen Farben von Braun, Rot, Gelb, Rosa, Blassblau und Grau. Diese Achate waren nicht färbbar.

Die kommerziell wichtigsten Vorkommen liegen heute in Brasilien und Uruguay. Die südamerikanischen Achate sind in der Regel unscheinbar und grau, meist ist eine Zeichnung kaum zu erkennen. Erst durch Färben erhalten sie Ausdrucksstärke. Durch die Farbe werden die Strukturen und Schichten deutlich. Schon die alten Römer entwickelten die Kunst des Färbens, die in Idar-Oberstein perfektioniert wurde.

Die meisten Achate kommen als Knötchen in Vulkangesteinen oder alten Laven vor. Es ist auch bekannt, dass Achat Adern oder Risse in vulkanischem oder verändertem Gestein füllt. Solche Achate weisen, wenn sie quer geschnitten werden, eine Folge von parallelen Linien auf, die oft von extremer Festigkeit sind und dem Abschnitt ein bandförmiges Aussehen verleihen. Solche Steine ​​sind als gebänderter Achat, Bänderachat und gestreifter Achat bekannt.

Bei der Bildung eines gewöhnlichen Achats ist es wahrscheinlich, dass Wasser, das Kieselsäure in Lösung enthält, durch das Gestein. Variationen im Charakter der Lösung oder in den Abscheidungsbedingungen können eine entsprechende Variation in den aufeinanderfolgenden Schichten verursachen, so dass sich Chalcedonbänder häufig mit Schichten aus kristallinem Quarz abwechseln.

 

Die äußere Oberfläche eines Achats, ist oft narbig und rau. Viele Achate sind hohl, in solchen Fällen besteht die letzte Ablagerung gewöhnlich aus trockenem Quarz, manchmal Amethystin, wobei die Spitzen der Kristalle in Richtung des freien Raums gerichtet sind, um einen Kristall zu bilden. Andere Quarzklassen wie Amethyst oder Opal können dann das innerste Band innerhalb der Geode bilden.

Achate werden freigesetzt, wenn das sie umgebende Gestein zerfällt. Die Achate sind extrem witterungsbeständig und verbleiben als Knötchen im Boden oder lagern sich als Kies in Bächen und entlang der Küstenlinien ab. Achate kommen auch in Sedimentgesteinen vor. Dann sind sie typischerweise in einem Hohlraum in Kalkstein, Dolomit und Schiefer zu finden.

 

Verwendung als Schmuckstein

Schon in frühester Zeit genoss der Achat hohe Wertschätzung. Die gestaltende Kunst verwendete Achat, um Ornamente wie Nadeln, Broschen oder andere Arten von Schmuck, Papiermesser, Tintenfässer und Siegel herzustellen. Achat wird auch heute noch für dekorative Exponate, Cabochons, Perlen, Schnitzereien und Intarsienkunst sowie unterschiedliche Schmuckgegenstände wie Ringe, Anhänger oder Edelsteinketten verwendet.

Historiker fanden Achat zusammen mit Artefakten der Jungsteinzeit und als Heilamulett und Ornament in Babylon. Achat ist eines der am häufigsten in der Kunst des Hartsteinschnitzens verwendeten Materialien und wurde an einer Reihe von antiken Stätten geborgen, was auf seine weit verbreitete Verwendung in der Antike hinweist.Zum Beispiel wird seine Rolle in der bronzezeitlichen minoischen Kultur in archäologischen Funden auf Knossos auf Kreta deutlich.

 

Seine medizinische Verwendung setzte sich in den alten griechischen und ägyptischen Zivilisationen fort und breitete sich in Afrika und im Nahen Osten bis nach Russland aus. Achat löste in Deutschland eine weltberühmte Stein- und Polierindustrie aus, die vom 15. bis zum 19. Jahrhundert florierte und bis heute existiert.

 

Die Geschichte des Achats als moderner Schmuckstein ist eng mit der Geschichte Idar-Obersteins verknüpft. Aufgrund bedeutender Vorkommen entwickelte sich im späten 14. Jahrhundert ein florierender Wirtschaftszweig, der die Stadt für die folgenden Jahrhunderte prägte. Der Abbau, das Schleifen und die Herstellung von Achatschmuck bildeten die Grundlage für den späteren wirtschaftlichen Wohlstand der Region. Hatte die Achat-Schmuckherstellung Anfang des 17. Jahrhunderts bereits großer Bedeutung, so wuchs die Nachfrage ständig als man begann Achatschmuck in Silber herzustellen und vervielfachte sich wieder als man 1834 begann Material aus Südamerika in Idar-Oberstein zu bearbeiten. Der Achat aus Brasilien war gleichmäßiger in Maserung und Schichtung, so dass er sich auch besser bearbeiten lies, z.B. für Gravuren und Gemmen. Zudem hatten sich die Handwerker viel technisches Know-How in der Steinbearbeitung und der Achatfärbung aufgebaut. Bis zur Jahrhundertwende und zu Beginn des 20. Jahrhunderts wuchs das Gewerbe ständig an. Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich die Region zum führenden Handelszentrum für Edelsteine aus Brasilien und Afrika.Damit erlebte die Region einen dritten Aufschwung als Edelsteinzentrum im Herzen Europas.Heutzutage stellen viele lokale Künstler und Produzenten mit langer Tradition und Marktkenntnis eine Vielzahl von Produkten in einer großen Auswahl an Materialien für Kunden auf der ganzen Welt her.

 

 

Berühmte Schmuckstücke

Der Heilige Gral von Valencia soll beim letzten Abendmahl Jesu Christi verwendet worden sein. Der Achatbecher wurde in der Zeit Christi geschnitzt.

 

Die „Rubens Vase“ (Byzantinisches Reich) ist einHochrelief aus einem einzigen Stück Achat geschnitzt. Sie befindet sich zur Zeit im Walters Art Museum in Baltimore, USA.Diese außergewöhnliche Vase wurde höchstwahrscheinlich in einer kaiserlichen Werkstatt für einen byzantinischen Kaiser hergestellt.Sie gelangte nach Frankreich, wahrscheinlich als Schatz nach der Plünderung von Konstantinopel im Jahr 1204 während des vierten Kreuzzugs. Einige der renommiertesten Sammler Westeuropas, darunter die Herzöge von Anjou und König Karl V., hatten sie in ihrem Besitz.Die Vase wurde 1619 vom großen flämischen Maler Peter Paul Rubens (1577-1640) gekauft.Eine Zeichnung, die er daraus gemacht hat, befindet sich jetzt in Sankt Petersburg, Staatliche Eremitage, Inv.5430. Das spätere Schicksal der Vase vor dem 19. Jahrhundert ist unklar.Ein ähnliches Schiff aus spätrömischem Achat, die „Waddesdon Vase“ oder „Cellini Vase“, befindet sich jetzt im British Museum in London.

 

Pflege

mit Wasser reinigen

 

Zusammensetzung und Eigenschaften

Industrielle Anwendungen von Achat nutzen seine Härte, seine Fähigkeit, eine hochglanzpolierte Oberfläche zu erhalten und seine Beständigkeit gegenüber Chemikalien. Er wurde auch genutzt, um hochpräzise Lager für Laborwaagen und Präzisionspendel oder Mörser und Stößel herzustellen. Es wird seit Jahrhunderten auch für Polierwerkzeuge für Leder verwendet.

 

Optische Effekte

 

Überlieferte Wirkung und Bedeutung

Metaphysisch gesehen hat Achat eine geringere Intensität und schwingt langsamer als andere Edelsteine wie Diamant, Rubin, Saphir oder Smaragd. Diese haben auch eine höhere Mohshärte. Achat wird jedoch allgemein ein stabilisierender und stärkender Einfluss zugeschrieben. Achat sei hervorragend geeignet, um emotionale, physische und intellektuelle Energie auszugleichen und Yin und Yang, die weiblichen und männlichen Kräfte des Universums, in Einklang zu bringen.

 

Hildegard von Bingen (1098-1179) sagte Achat mache die Menschen kompetent, feinfühlig und klug in der Rede, da er durch seine gute Kraft das auflöse, was den Verstand des Menschen abstumpfen lies. Sie beschreibt genaue Behandlungsweisen mit Achat gegen Spinnengift und Epilepsie verursachende Dämonen.In der Heilsteinlehre ist der Achat als Helfer gegen Kopfschmerzen, Sehschwäche und Depressionen bekannt. Man schreibt ihm ein Gefühl von Behaglichkeit und Geborgenheit zu.

 

Bei den verschiedenen Wirkungen gilt es die Farbe des Achats zu beachten, da dadurch jeweils andere Akzente betont werden. Weißer Achat wirkt eher auf den Kopfbereich, befreit von Hektik und Unruhe und fördert ruhiges und klares denken. Durch Entlastung des Kopfes wird das Herz gestärkt. (Blauer) Achat helfe gegen Hautkrankheiten, Augenkrankheiten und Sehschwäche. Rötlicher Achat stärke die innere Organe, Leber, Magen, Lunge. Er stärke den Magen-Darmtrakt, heilt durch Stress und Aufregung gereizten Magen und Darm und wirke verdauungsanregend. Bei Frauen hat er positive Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Besonders Achate mit Augenbänderung und Aprikosenachat unterstützen vor und während der Schwangerschaft. Er soll das ungeborene Kind beschützen und Fehlgeburten verhindern. Auch unterstütze er die Zellregenerierung und helfe bei Gebärmuttererkrankungen. Die Indianer in den USA und Mexiko glaubten außerdem, dass Feuerachat vor Feuer oder Blitzeinschlägen schützen könne.

 

Achat soll vor dem Bösen Blick schützen, einen also vor negativen Auswirkungen, hervorgerufen durch Neid und Missgunst anderer, bewahren. Dies gelte insbesondere, wenn der Achat wie ein Auge geschliffen und geschnitten sei. Ähnlich wie bei der „Hand Fatimas“ die ein meist blaues Auge in der Handfläche zeigt, wird hier das Prinzip „gleiches mit gleichem“ (similia similibus bzw. contraria contrariis) zu bekämpfen angewandt.

 

Zuordnung zu Chakra

Die Zuordnung erfolgt Schwerpunktmäßig nach den vorherrschenden Farben. Da Achate häufig farbbehandelt sind, ist bei gewolltem spirituellen Einsatz darauf zu achten, dass es die natürlichen Farben des Steines sind und der Stein unbehandelt ist. Rot – 1. Wurzelchakra, Gelb – 2. Swadhistana-Chakra, Grün – 3. Nabel- bzw. Bauchchakra, Türkis – Herzchakra, links, Rot – 4. Herzchakra, Blau – 5. Halschakra, Weiß – 6. Stirnchakra.

 

Sternzeichen / Geburtsstein

Da Achat nicht zu den klassischen Edelsteinen im engeren Sinne zählt, wird er auch nicht direkt Sternzeichen zugeordnet. Achat ist gebänderter Quarz. Der Dichter Theodor Körner (1791-1813) ordnete die Quarze Chalzedon (überwiegend blauer Quarz) dem Monat Juni und Karneol (roter Quarz) dem Monat Juli zu.

Altschliff

Der Altschliff Diamant im engeren Sinne ist ein Standardrunddiamant wie er in Europa zwischen 1890 und 1930 geschliffen wurde (old european cut diamond). Er ist der Vorgänger des modernen Brillantschliffs. Der Altschliffdiamantist bei Antik-Schmucksammlern sehr beliebt.

 

Als Altschliff im weiteren Sinne, werden alle Vorläufer Variationen des 1910 erfundenen Brillantschliffs bezeichnet. Während der heutige Brillantschliff in seiner heutigen Form komplett rund ist, waren die Vorgänger näher an der ursprünglichen Form des Rohkristalls und je nachdem mehr quadratisch als rund. Sie wurden eher kissenförmig (cushion) geschliffen.

 

Die Bezeichnung Altschliff (von „Alter Schliff“) wird eigentlich nur mit Diamanten in Verbindung gebracht. Man spricht von Altschliffdiamanten, da die zeitliche Unterscheidung der Schliffformen für andere Edelsteine von nicht so großer Bedeutung ist, wie beim Diamanten.

 

Moderne Brillantschliffe versuchen die Lichtreflexion der Diamanten zu optimieren. Mit mathematischen Methoden wurde und wird der Strahlengang des Lichtes nachvollzogen, berechnet und optimiert. Teilweise werden die Rohdiamanten vom Computer gescannt und der Schnitt automatisch berechnet. Dann werden sie von Präzessionslasern geschnitten und maschinell geschliffen.

 

Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde ein Diamant von Hand geschnitten und vermessen. Die Proportionen waren nach Augenmaß des Schleifers ausgerichtet. Sie schliffen und polierten ihre Diamanten, um den Glanz gegen das Kerzenlicht zu maximieren. Die Altschliff Diamanten sind daher nachvollziehbar unpräziser gearbeitet, haben ein weniger brillantes Lichtspiel und sind in ihrer Optik näher am Smaragdschliff, der den Flächenglanz der Facetten betont. In der Wirkung erscheint der Altschliff Diamant dunkler als man es heute bei weißen Diamanten gewohnt ist.

 

Abgerundete Diamanten, die vor 1890 geschliffen wurden, werden heute auch als „Alte Minen Schliffe“ oder „alter Bergwerksschliff“ (Old-Mine-Cuts) bezeichnet. Runde Diamanten, die nach 1935 geschliffen wurden, heißen entweder Transitional Cut oder Modern Round Brilliant Diamonds.

Anhänger

Das Wort „Anhänger“ ist zusammengesetzt aus „an“ und „hängen“.Es bezeichnet ein lose hängendes Schmuckstück, das im Allgemeinen eine kleine Schlaufe hat und an einer Halskette befestigt wird. Manchmal ist das Design eines Anhängers in eine Gesamtkette integriert, so dass es nicht immer richtig ist, beide als separate Gegenstände zu behandeln.

 

Anhänger gehören zu den ältesten bekannten Arten von Körperschmuck.Im Laufe der Jahrhunderte sind Anhänger in den unterschiedlichsten Formen erschienen, um einer Vielzahl von Zwecken zu dienen.

 

Edelstein-Anhänger

Anhänger mit wertvollen Edelsteinen bieten den Vorteil, dass sie problemlos von mehreren Personen getragen werden können (z.B. Mutter und Tochter), ohne dafür Änderungen vornehmen zu müssen wie dies bei Ringen der Fall ist.

 

Clip-Anhänger

Clip-Anhänger sind eine moderne Variante die das an- und ablegen des Anhängers an verschiedene Ketten erleichtern. Die Anhängerschlaufe ist hierbei aufklappbar, so dass ein problemloses anlegen an Kette mit größeren Verschlüssen möglich ist. Clipanhänger können auch zwischen Perlen oder größere Kugeln von Edelsteinketten getragen werden.

 

Gleiter

Ein Gleiter-Anhänger hat keine ins Design integrierte Schlaufe. Auf der Rückseite der Edelsteinfassung sind Löcher oder Aussparungen eingelassen, durch die der Anhänger an die Kette aufgefädelt wird. Der dadurch erzielte schwebende Effekt ist außergewöhnlich und verleiht dem Schmuckstück das besondere Etwas.

Medaillon

Ein Medaillon ist ein kleines Objekt, das sich öffnet, um einen Raum freizulegen, in dem sich ein kleines Objekt befindet, normalerweise ein Foto oder eine Haarlocke. Sie kommen in der Regel in Form eines Anhängers, der an einer Halskette hängt, obwohl sie gelegentlich an einem Bettelarmband aufgehängt werden.

 

Amulett
Amulette sind Objekte, von denen angenommen wird, dass sie magische oder spirituelle Kräfte besitzen, um den Träger vor Gefahren zu schützen oder böse Einflüsse zu zerstreuen. Die alten Ägypter trugen häufig Anhänger, von denen einige wie Hieroglyphen geformt waren. Obwohl Amulette in vielen Formen erhältlich sind, ist ein tragbares Amulett, das um den Hals oder am Arm oder Bein in Form eines Anhängers getragen wird, am gebräuchlichsten.

Talisman
Ähnlich wie ein Amulett ist ein Talisman ein Gegenstand, von dem angenommen wird, dass er übernatürliche Eigenschaften besitzt. Während ein Amulett streng genommen ein Verteidigungsobjekt ist, soll ein Talisman dem Träger besondere Vorteile oder Befugnisse verleihen.

Medaille
Eine Medaille ist ein kleines tragbares Kunstobjekt, eine dünne Scheibe, normalerweise aus Metall, die ein Muster trägt, normalerweise auf beiden Seiten.Sie werden traditionell wie eine Münze gestempelt. Medaillen dienen als Andenken, viele werden als Auszeichnungen verliehen.Teilweise können sie an Kleidung oder Schmuck aufgehängt werden.

Pendilien

Pendilien, sind Anhänger oder baumelnde Ornamente, die an einer Krone, einem Gemmenkreuz oder orthodoxen Kopfbedeckungen (Kamelaukion) hängen. Sie kamen verbreitet erst in der frühen mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten auf. An frühen Schmuckstücken sind sie ausgesprochen selten, das berühmte bei Troja gefundene Diadem aus dem Schatz des Priamosstellt eine Ausnahme dar. Pendilien an Kreuzen können die Buchstaben Alpha und Omega enthalten. Bei Votivgaben, die als Aufhängung über Altären gedacht waren, können sie auf spektakuläre Weise ganze Wörter bilden.

Werkzeuge als Anhänger
Tragbare astronomische Instrumente und Navigationsinstrumente wurden als Anhänger hergestellt. So gab es Sonnenuhrenanhänger für Reisende, mit denen man die Zeit von der Sonne ablesen konnte. Als Anhänger getragene Werkzeuge umfassen Maori-Pounamu-Anhänger, Schäferpfeifen, Bosunspfeifen und Okarinas. Im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts begannen Juweliere, USB-Sticks in Anhänger zu integrieren.

 

Anhänger können verschiedene Funktionen haben, die auch in Kombination vorkommen können:

  • Auszeichnungen
  • Identifikation (z. B. religiöse Symbole, Symbole von Rockbands)
  • Ornamentik
  • Statussymbol
  • Selbstwertgefühl
  • Schutz (z. B. Amulette, religiöse Symbole)
  • Selbstbestätigung (z. B. Initialen, Namen)

 

Aquamarin

Name

„Aquamarin“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet in etwa „Wasser des Meeres“ – denn seine Optik erinnert an das zartblaue, mitunter leicht seegrüne Meerwasser. Der Name „Aquamarin“ wird in Deutschland seit dem 15. / 16. Jahrhundert für die blaue Varietät des Berylls verwendet. Zuvor verwendete man den lateinischen Begriff „beryllus“ oder „berillus“, der im Mittelalter für die meisten klaren Kristalle verwendet wurde. Da man aus diesen auch die ersten Linsen für Sehkorrekturen schliff, entwickelte sich daraus später das deutsche Wort „Brille“.

 

Farbe

Sein Name beschreibt seine Farbe, Aussehen und Charakter sehr gut. Farbtöne von ganz leichtem blau, über grün-blau bis hin zu intensivem blau, als hätte Mutter Natur ein Stück Meerwasser in einen festen Zustand verwandelt.

 

Herkunft / Vorkommen / Marktwert

Der „Santa Maria Aquamarin“ aus Brasilien ist eine wahre Edelsteinlegende. Er ist Kennern bekannt für sein eindrucksvolles und intensives blau. „Santa Maria“ steht als Synonym für echte, unbehandelte Aquamarine von einzigartiger Schönheit, Strahlkraft und Brillanz, wie sie nur selten zu finden ist. Die Namensgebende legendären Mine „Santa Maria de Itabira“ in Ceará, Brasilien ist allerdings mittlerweile geschlossen. Dementsprechend selten und wertvoll sind diese Exemplare heute.

 

Edelsteine mit nahezu ähnlichen Eigenschaften und Reizen findet man heute in Afrika in Mosambik. In Erinnerung an die Farbe der berühmten brasilianischen Steine sind hochwertige mosambikanische Exemplare unter dem Namen „Santa Maria Africana“ zu kaufen.

 

Die wichtigsten Fundorte sind heute in Brasilien, während die ehemaligen russischen Fundorte als weitestgehend erschöpft gelten. Kleinere Vorkommen gibt es in Australien, China, Indien, Afrika und den USA.

 

Verwendung als Schmuckstein

Ob als Ring, Kette, Anhänger oder Creole – Aquamarin war seit alters her der ständige Begleiter und Schutzstein für Reisende und Seefahrer. Sein sanftes Wesen soll schon Poseidon, den Gott des Meeres, versöhnlich gestimmt haben.

 

Schmuck mit Aquamarin wird seinem Wert entsprechend in Silber oder Gold gefertigt. Klare und reine Edelsteine werden häufig facettiert, während die Schönheit von milchigen oder opaken Exemplaren im Cabochon-Schliff besser zur Geltung kommt.

 

Berühmte Schmuckstücke

Aquamarin soll für eine glückliche Heirat stehen und er gilt als Edelstein für Verliebte. Prince Harry schenkte seiner Braut Meghan Markle den Aquamarinring seiner Mutter Lady Di zur Hochzeit. Diana wurde erstmals 1996 mit diesem Ring und einem passenden Armband in Sydney gesehen. Nur ein Jahr später vererbte die Prinzessin all ihre Schmuckstücke ihren Söhnen, in der Hoffnung, dass diese sie ihren zukünftigen Frauen schenken würden. Der Gemologe Grant Mobley schätzt den 24 Karat Goldring mit Aquamarin von Lady Diana auf einen heutigen Marktwert von 75.000 Britische Pfund, ohne dabei den historischen und royalen Faktor des Damenrings zu berücksichtigen.

 

Der „Dom Pedro“ Aquamarin ist der größte facettierte Aquamarin der Welt.Der Obelisk mit wellenförmigen Facetten ist 36 cm hoch, 10 cm breitund wiegt 10.363 Karat (4,6 Pfund). Der ursprüngliche Kristall wog etwa 45 kg und hatte eine Länge von mehr als 3 Fuß (0,91 m).Gefunden wurde erca. 1980 in Pedra Azul im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien und dann nach den brasilianischen Kaisern Pedro I und Pedro II benannt.Erst 1992 entschied man sich den Stein schleifen zu lassen. Daher gelangte der blaugrüne Edelstein nach Idar-Oberstein wo er von Bernd Munsteiner in eine Obeliskform mit einem Gewicht von 10.363 Karat geschnitten.Die fertigen Abmessungen sind 14 Zoll.Das Juwel ist heute in der Smithsonian Institution, dem National Museum of Natural History in Washington D.C.ausgestellt.

 

Pflege

Außer einer allgemeinen Sorgfalt, die man beim Tragen und bei der Aufbewahrung von Schmuck mit echten Edelsteinen an den Tag legen sollte, gibt es keine speziellen Achtsamkeitspunkte für den Aquamarin.

 

Zusammensetzung und Eigenschaften

Aquamarine gehören zur Beryll-Gruppe, wie auch Smaragd und Morganit. Der Aquamarin kristallisiert, wie diese, im hexagonalen Kristallsystem. Er hat die chemischen Zusammensetzung Be3Al2[Si6O18].

Aquamarin hat eine Mohshärte von 7,5-8 und ist in der Regel frei von Einschlüssen; daher gilt er als sehr hart.

 

Optische Effekte

Die volle Schönheit dieser Berylle entfaltet sich im Schimmer von Kerzenlichts.

 

Überlieferte Wirkung und Bedeutung

Die Griechen sahen Aquamarin als ein Symbol der Reinheit, Unschuld, Keuschheit, Treue und Liebe und verbanden damit den Schutze des Glücks in der Ehe. Hildegard von Bingen kannte ihn als „Beryll“ und berichtet über die Gemütsläge beruhigende Wirkung, man werde „nicht steitsüchtig sein, sondern ruhig bleiben“. Es wird erzählt, er stärke die Unterscheidungskraft zwischen wahr und falsch sowie gut und schlecht; er würde sogar dementsprechend die Farbe von hell zu dunkel verändern.

 

Als Heilstein wird er verwendet bei Haut- und Augenleiden. Er sorge für klaren Blick, und Stärke die Sehkraft. Man berichtet von positiven Einflüssen bei Lungen- und Atemwegserkrankungen, Erkältungen, Bronchitis und Asthma sowie bei Allergien (besonders Heuschnupfen). Aquamarin helfe bei allen Erkrankungen im Halsbereich, wie Hals- und Nackenschmerzen, Entzündung der Stimmbänder, Schleimhäute oder Mandeln, bei Kehlkopf- oder Lymphdrüsenentzündungen sowie bei Zahnschmerzen.

 

Zuordnung zu Chakra

Der Aquamarin wird dem fünften, dem Hals- oder Kehlkopfchakra zugeordnet. Dieses reguliert auf der körperlichen Seite die fünf Sinnesorgane. Ferner sorgt es für Ruhe und Gelassenheit. Man lässt sich nicht zu vorschnellen Äußerungen hinreißen und bewahrt einen kühlen Kopf. Die eigene Diplomatie- und Ausdrucksfähigkeit wird gestärkt sowie das Zusammengehörigkeitsgefühl gefördert.

 

Sternzeichen / Geburtsstein

Er gilt als der Geburtsstein für den Monat März sowie für im Sternzeichen Wassermann Geborene. Er beeinflusst Steinböcke, ebenfalls soll er auf Waage und Fische positive Wirkung erzielen.

Armspange

Eine Armspange ist ein Schmuckstück, das um das Handgelenk getragen wird. Sie besteht aus starren meist harten Materialien, wie Metallen oder Edelmetallen.

Im Gegensatz zum flexiblen Armband oder starren Armreifen, die üblicherweise den ganzen Arm als Ring oder Reifen umfassen, ist eine Armspange im ursprünglichen Sinne nicht geschlossen. Sie hat eine mehr oder minder große Lücke und umfasst das Handgelenk nur größtenteils.

 

Ist die Lücke groß genug, so kann die Trägerin an dieser Stelle mit der schmaleren Seite ihres Arms hinein schlüpfen, dann die Armspange drehen. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass eine solche Armspange unbemerkt vom Arm fällt. Derartige Armspangen können geschmiedet, aber auch gegossen werden.

 

Ist der Schlitz nicht groß genug dafür, so muss die Armspange genügend Spannung aufweisen, dass sie zum einen genügend nachgiebig ist, zum anderen aber nach dem anlegen in ihre Ausgangsform zurückgeht. Hierzu ist es notwendig zu schmieden und das Schmuckstück im Herstellungsprozess entsprechend zu bearbeiten. Durch spanlose Verformung, also die klassische Schmiedetechnik mit Amboss und Hammer, wird die notwendige Spannung in das Material hineingearbeitet. Das Metall wird unter Verwendung lokaler Druckkräfte ver- und geformt.Dabei verformt sich die innere Maserung und Gitterstruktur des Metalls, um der gewünschten Form des Schmuckstückes zu folgen. Durch das Schmieden kann ein Stück mit verbesserten Eigenschaften gewonnen werden, das fester und flexibler ist als ein gleichwertiges Guss- oder Bearbeitungsteil.

 

Armschmuck gehört zu den ältesten belegten Schmuckfunden der Menschheitsgeschichte. So wurden Artefakte eines Armbandes in der Denisova-Höhle in Sibirien gefunden das der Kohlenstoffdatierung nach etwa 40.000 Jahre alt ist.

 

Armbänder dienten Kriegern als Schutz vor Schwerthieben und Bogenschützen Schutz vor der zurückschnellenden Bogensehne.Mit der Entwicklung der Kunst der Metallverarbeitung entstanden zunehmend auch Schmuckgegenstände aus edlen Metallen wie Gold und Silber. Keltische Krieger trugen silberne Armreife um Status und Macht sichtbar nach außen zu symbolisieren.

 

DIE ARMILLE
Armilla ist der lateinische Name der Armspange und leitet sich von armus cioè òmero („Knochen des oberen Teils des Arms“) ab. Silberne oder goldene Amrillas wurden als Schmuck sowohl an den Armen, Handgelenken als auch an den Knöcheln getragen. Mitunter waren Bernstein oder Elfenbein eingearbeitet. Im alten Rom wurde sie auch als Belohnung für militärische Tapferkeit ausgegeben. Am verbreitetsten waren Armspangen mit Motiven eines aufgerollten Schlangenkörpers oder mit zwei gegenüberliegenden Schlangenköpfen. Sie waren bereits in der hellenistischen Welt weit verbreitet, da der Schlange spirituelle und schützende Bedeutung zugeschrieben wurde.

Die Amrilla war später auch Bestandteil des Krönungsornats der deutschen Kaiser. Diese waren mit sehr kunstvollen Intarsienarbeiten versehen.

 

Die Bezeichnungen Armband, Armring, Armreif und Armspange werden heute weitestgehend synonym genutzt, wohingegen das Wort Bauge (von ahd. biogan = biegen; mittellat. bauga) kaum noch jemand kennt.

 

 

 

 

Balkenfassung

Die Balkenfassung (engl.: bar setting), ist eine Variante der Kanalfassung, diesowohl bei Ringen als auch bei Ohrringen üblich ist.Sie unterscheidet sich von der klassischen Kanalfassung dadurch, dass es keine Seitenzarge gibt. Die Edelsteine werden durch durchgängige senkrechte Zargen zwischen den Steinen gehalten. Diese mittleren Zargen sind entscheidender Bestandteil des Designs. Da Edelstein und Metall (häufig Gold und Diamant) sich abwechseln und sich gegenseitigkontrastieren, entsteht eine schöne optische Symmetrie.

 

Je nach gewünschtem Look können diese „Trenner“ zwischen den Steinen gewollt dickere Balken seinodernur dezente, dünnere Metallstifte zwischen den Steinen für leichtere Designs. Selbst Gestaltungen mit dezenten, seitlichen Krappen zwischen den Steinen oder einer Zarge mit entsprechenden Aussparungen, werden vielfach als Balkenfassung bezeichnet.

 

Jeder Fassungsstil hat seine Vor- und Nachteile, so dass man von keiner Variante sagen kann sie sei die Beste. Design und Funktion sind die bestimmenden Faktoren für die Wahl des Fassungstyps. Die Edelsteinsorte und der Schliff des Edelsteins sind weitere wichtige Einflussfaktoren, da hieraus auch spezielle Anforderungen an die Fassung resultieren.

 

Vorteile der Balkenfassung

  • Moderner, nicht gewöhnlicher Look, der die Edelsteine gut zeigt.

·      Anders als bei der Kanalfassung kann man die Edelsteine auch von der Seite sehen, denn bei der Balkenfassung sind die Seiten bewusst offen gestaltet.

·      Dadurch haben die Juwelen einen zusätzlichen Lichteinfall und können mehr glänzen und blinken.

 

Nachteile der Balkenfassung

·      Die Balkenfassungbietet den Edelsteinen etwas weniger Schutz als eine Kanalfassung. Die Gefahr das Edelsteine beschädigt werden ist größer, da die schützenden (oft dickeren) Seitenwände fehlen.

  • Das Grunddesign der Balkenfassung bietet im Vergleich zur Zargenfassung mehr Möglichkeiten mit dem Ring an Kleidung oder Haaren hängen zu bleiben.
  • Setzt die Seiten der Edelsteine einem möglichen Verschleiß aus und muss mitunter häufiger angezogen werden.
  • Auch bei der Balkenfassung kann eine Reparatur oder Größenänderung je nach Design schwierig, teuer oder überhaupt nicht möglich sein.